Goalplay – Oliver Kahn startet mit Marketing-Coup eigene Torwartmarke

Die Zeitungen sind heute voll davon, dass Oliver Kahn ein veritables PR-Desaster hingelegt habe. Das Wortspiel vom “Eigentor” wir bemüht, von einem Shitstorm und enttäuschten Fans ist die Rede. In Wirklichkeit sind die Zeitungen auch voll davon, dass der Titan eine eigene Torwart-Marke gegründet habe (er selber prägt den Begriff Torspieler). Der dreimalige Welttorhüter des Jahres hat also alles richtig gemacht und sein Torwart-Startup, als dessen Geschäftsführer er auch fungiert, in die Presse befördert. Das Ankündigungsvideo auf Facebook wurde in 24 Stunden immerhin mehr als 180.000 Mal abgerufen. Das sind keine schlechten KPIs.

Auch das Geschäftsmodell ist interessant. Anstatt einfach und profan Torwarthandschuhe unter einer eigenen Marke zu vertreiben, wird um die Hardware eine intelligente Contentstrategie herum aufgebaut. Tutorials können kostenfrei abgerufen werden, um den Torspieler besser zu machen. Mittels einer App kann man mit Unterstützung des Titans auch auf dem Trainingsplatz professionell trainieren.

Sicherlich werden eines Tages kostenpflichtige Dienste nachgeschoben. Das Produkt hat etwas geniales, wenn welcher Torhüter hat einen solchen Status, dass er den Versuch unternehmen kann, gewissermaßen DIE Torwartmarke schlechthin zu etablieren? Allenfalls Manuel Neuer. Der ist aber noch im angestimmten Gewerbe aktiv und hat nicht die Zeit, die es braucht, eine solche Marke aufzubauen.

Gelingt es Kahn die neue Firma groß zu machen (und er ist ja bekanntermaßen in Fernost eine Werbeikone) und eines Tages an Nike oder hoffentlich eher Adidas oder Puma zu veräußern, dann wird man einen neuen Namen für den Titan finden müssen.

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